Longearbeit

Longieren heißt kontrollierte Gymnastizierung auf gebogener Linie in Stellung und Biegung, im Takt des Pferdes zur Erreichung von Losgelassenheit, Anlehnung und Schwung.

Das oftmals praktizierte "zentrifugieren" oder "abschleudern" schadet dem Pferd mehr, als es ihm nutzt!!

Equikinetic

Die Equikinetic kommt aus dem isokinetischen Training und ist ein hochkoordinatives  Cross-Over-Intervall-Training.

 

In der Equikinetic wird nach einem Zeitsystem gearbeitet, das die Arbeits- und Pausephasen genau festlegt. In den Arbeitsphasen sorgt die besondere Longiertechnik für gezielten Muskelaufbau, Verbesserung der Koordination, Erreichen von Balance und Steigerung der Konzentration.

 

Das Pferd kann in kürzester Zeit sehr effektiv muskulär aufgebaut werden.

 

Das Trainingsprogramm ist besonders für Pferde in der Rekonvaleszenz oder allgemeinen Problemen im Bewegungsapparat geeignet, da sie auch im Schritt hoch effektiv wirkt.

 

Longierte Dual-Aktivierung

Ihr Pferd wird auf beiden Seiten im gleichen Maße gearbeitet. Dabei durchläuft es durchdachte und der Leistung entsprechende Parcoure. Es lernt, sich auszubalancieren, Probleme zu lösen und sich besser zu koordinieren.

In der dualaktivierenden Longe-Arbeit setze ich ebenfalls einen Intervall-Timer ein, um die Arbeitsphasen, gleichmäßigen Handwechsel und Pausen sicherzustellen.

Der Longewalk ähnelt dem Kutschefahren ohne Kutsche. Der Schwerpunkt darin, das Pferd durch Gassen zu lenken. Die Konzentration und das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Pferd wird gefördert und die häufigen Handwechsel unterstützen das Umlasten, die Kraft der Hinterhand und somit die Balance.

Der Longewalk ist ideal, wenn das Pferd nicht geritten werden kann, Sie nicht reiten möchten oder einfach Spaß an der Abwechslung haben.

Doppellonge

An der Longe mit Kappzaum kann sehr viel erreicht werden. Aber der Einsatz der Doppellonge bietet weiterführende, aufbauende Möglichkeiten.

Stellung und Biegung können mit der Doppellonge noch gezielter erarbeitet werden.

Die Doppellongenarbeit simuliert das Reiten - mit dem Vorteil, dass das Pferd nicht durch den Reiter gestört wird, der Rücken frei schwingen kann und der Longeführer vom Boden aus sehr gut Takt, Anlehnung, Schwung und Losgelassenheit beobachten und erarbeiten kann.

 

Das richtige Anlegen und Verschnallen der Doppellonge ist essentiell für den Erfolg im Training. Oft sieht man ein Herumführen der äußeren Longe um die Hinterhand.

Das behindert das Pferd jedoch im Raumgriff und jede Bewegung des Hinterbeins wird ungefiltert an den Trensenring - und somit an das Maul des Pferdes - weitergeleitet. Weiterhin darf die Verschnallung der Doppellonge keine Hebelwirkung aufweisen, die das Pferd in eine unnatürliche tiefe Haltung zwingt.

 

Das Pferd soll bei der Doppellongearbeit die Möglichkeit haben, eine weiche Verbindung zur (Reiter-)Longehand aufzubauen und an die Zügel heranzutreten, ohne im Maul gestört zu werden.

Handarbeit

Handarbeit ist ein sehr wichtiger Bestandteil bei der Ausbildung und Weiterbildung eines Pferdes. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Handarbeit mit dem Pferd zu gestalten. Von einfachen Abkauübungen, über Antreten in Stellung, etc. sind hier keine Grenzen gesetzt. Meine Arbeit ist ausschließlich auf gymnastizierende Übungen zur Stärkung der Hinterhand, Balance und Kräftigung der Muskulatur ausgerichtet.

               +++ Gute Bodenarbeit erleichtert das Reiten +++

Fahne & Position

Fahnentraining

Es geht nichts über ein verlässliches, gut erzogenes und tiefenentspanntes Pferd, das nicht vor jedem Geräusch oder Bewegung erschrickt und die Flucht startet.

Pferde sind aber Fluchttiere. Sie handeln bevor sie denken. Eine lebenswichtige Einrichtung der Natur.

 

Mit dem Fahnentraining beginnen die ersten rechts/links Wechsel für das Pferd.

Das Fahnentraining binde ich regelmäßig in das Training ein.

Die Gehirnhälften werden durch die gleichmäßige Reizaufnahme aktiviert und das Pferd lernt, auch seine ungeübte, rechte (rational denkende) Seite zu benutzen.

Ihr Pferd lernt, seine Fluchtentscheidung zu überdenken!

Ihr Pferd wird motiviert, über Dinge erst nachzudenken, bevor es handelt.

Positionsarbeit – oder, WER bewegt WEN?

In meinem Training ist Positionsarbeit sehr wichtig. Ich möchte damit erreichen, dass Ihr Pferd sich auf mich/Sie konzentriert und sich von mir/Ihnen führen lässt.

 

In der Pferdewelt führt derjenige, der sich am wenigsten bewegt. Nur der kann den Überblick behalten und Fressfeinde frühzeitig erkennen. Aus Sicht der Pferde bewegen wir Menschen uns zu viel, sehen und hören nichts und sind somit gar nicht in der Lage zu führen. Um so wichtiger ist es, unsere Defizite durch konsequente Positionierung auszugleichen. Oft jedoch merken wir gar nicht, wie unser Pferd uns ganz charmant bewegt - wie wir ganz höflich zur Seite treten - wie wir die gefährliche Parkbank mit anstarren .... ;)

 

Unser Vorteil und wahrscheinlich die einzige Berechtigung "Chef" zu sein, ist, dass wir wissen, dass es bei uns keine Fressfeinde gibt - schon gar keine, die aussehen wie Parkbänke. Und genau das müssen wir unserem Pferd täglich unter Beweis stellen.

 

Die Positionsarbeit, die Sie bei mir erlernen, ist nützlich für den alltäglichen Umgang mit Ihrem Pferd und sollte nicht erst auf dem Platz angewandt werden, sondern schon, wenn Sie Ihr Pferd aus der Box oder von der Koppel holen.

Gute Positionsarbeit im täglich Umgang ist unumgänglich auf dem Weg zu einem verlässlichen Sportpartner.

 

Führen schafft Vertrauen!