Equine Lymphdrainage nach Vodder/Asdonk

Was ist Lymphdrainage?

 

Basierend auf den Forschungen und Erkenntnissen der Fam. Vodder und Dr. Asdonk in den 40er, 50er Jahren ist die Lymphdrainage im Humanbereich ausreichend bekannt.

 

Wegbereiter der Lymphdrainage am Pferd war Prof. Hermann Baum. 

Prof. Berens von Rautenberg griff die Studien auf und stellte 1999 sein Behandlungskonzept vor. 

 

Die MLD (manuelle Lymphdrainage) ist Bestandteil der KPE (Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie).

 

Das Lymphsystem hat im Allgemeinen die Aufgabe der Entgiftung im Körper des Pferdes. Dieses System ist nicht geschlossen, wie das Herz-Kreislauf-System, sondern offen.

Es endet herznah ins Venensystem.

 

Im Gegensatz zum Menschen, hat das Pferd aus anatomischen Gründen keinen Pumpmechanismus in den Beinen über die Beinmuskulatur. Die Beine des Pferdes ab Karpal-/Tarsalgelenk sind ausschließlich sehnig. 

 

Das Pferd nutzt als Antriebsmittel für den Lymphfluss vorrangig die Fesselgelenks- und Hufpumpe. Weiterhin unterstützt die Atmung, die Darmperistaltik, innere Strukturen (Zwerchfell) und Bewegung den Lymphfluss.

 

Wird ein Ödem sichtbar, befindet sich bereits doppelt soviel Lymphe im System, wie im Normalzustand!

 

Ausschlaggebend für die Indikation einer Lymphdrainage ist der Allgemeinzustand des Pferdes, die Druckstärke, die Frequenz etc.

 

Anwendungsgebiete

 

angelaufene Beine  chronische Phlegmone • bewegungsbedingte Myopathie • Sehnenerkrankungen • Gallen • Sehnscheidenentzündung • Hufrehe • postoperative Ödeme

 

• Stauungsödeme • Trittverletzungen mit Schwellung

 

Kontraindikation

 

Herzinsuffizienz • akute Gewebsentzündungen • akute Phlegmone • Schilddrüsenüberfunktion

 

• Tumore • Mauke • Druse